Dhirar beschreibt Imam Ali (a.) vor
Mu'awiya
Dhirar bin Dhamra trat zu Mu'awiya ein. Und Mu'awiya sagte zu ihm:
"Beschreibe mir 'Aliy."
Dhirar bat: "Entschuldigen Sie mich davon (Ihn zu beschreiben)."
Mu'awiya erwiderte: "Ich entschuldige dich nicht!"
So sprach Dhirar: "Seine Gedanken und Ziele waren weit entfernt. Er
verfügte über starke Macht. Seine Worte waren endgültig, er richtete
mit Gerechtigkeit. Das Wissen explodierte von seinen Seiten. Er
sprach die Weisheit von allen Aspekten heraus. Finster war die Welt
und seine Schönheit, und schön war die Nacht und seine Finsternis
für ihn. Er war, bei Allah, voller Tränen und langer Gedanken. Er
wandte seine Hand hin und her und sprach gegen sein Selbst (Nafs).
Er rief seinen Herren im Geheimen an (Er führte im Geheimen
Zwiesprache mit seinem Herren). Ihm gefiel raue Kleidung und Essen
ohne zusätzliche Zutaten. Bei Allah, unter uns war er wie einer von
uns. Wenn wir zu ihm kamen, näherte er sich uns. Und er antwortete
uns, wenn wir ihn fragten. Obwohl er uns so nah war und wir ihm so
nah waren, sprachen wir trotzdem nicht mit ihm, aus Ehrfurcht vor
ihm. Und wir hoben unsere Augen nicht in seine Richtung, wegen
seiner Erhabenheit. Und wenn er lächelte, war er wie aufgereihte
Perlen. Er erhob die Leute der Religion und liebte die elendig
Armen. Der Mächtige erwartete nicht sein (Imam 'Aliys (a.))
ungültiges Urteil und der Schwache zweifelte nicht an seiner
Gerechtigkeit. Und ich bezeuge bei Allah, dass ich ihn in einigen
seiner Situationen sah, als die Nacht seine Dunkelheit über die Erde
ausgebreitet hatte und die Sterne der Nacht anfingen unterzugehen,
da stand er auf seiner Gebetsnische, seinen Bart haltend schüttelte
er sich wie von einer Schlange gebissen und weinte das Weinen der
tief Betrübten. Es ist so als ob ich ihn jetzt, in diesem Moment,
hören würde, wie er sagt: 'O Welt, o Welt, tretest du etwa mir
entgegen oder vermisst du mich? Weit gefehlt, welch‘ ein Irrtum!
Führe einen anderen als mich in die Irre! Ich brauche dich nicht!
Ich habe dich drei Mal geschieden und es gibt keinen Rückzug in
dieser Angelegenheit. Deine Lebensdauer ist kurz! Dein Wert ist
gering und deine Hoffnungen sind armselig. Oh weh, oh weh bei dem
wenigen Proviant, der langen Reise, dem furchteinflößenden Weg und
dem großen Ankunftsort.'"
Mu'awiyas Tränen befeuchteten seinen Bart und er fing an, seine
Augen mit seinem Ärmel zu trocknen. Und die Menschen, die dort
anwesend waren, erstickten vor Weinen.
Daraufhin sprach Mu'awiya: "Bei Allah, so war Abu
al-Hassan! Und wie
war deine Liebe zu ihm?"
Dhirar antwortete: "Wie die Liebe der Mutter von Musa zu Musa! Und
ich bitte Allah für meine Unfähigkeit (ihn ausreichend zu
lieben/beschreiben) um Verzeihung."
Mu'awiya fragte: "Und wie ist deine Geduld über seinen Verlust?"
Dhirar antwortete: "Wie die Geduld der Mutter, die ihren einzigen
Sohn auf ihrer Brust geschlachtet verlor. Ihre Tränen versiegen
nicht und ihre Temperatur sinkt nicht."
So stand er auf und ging weinend.
Mu'awiya sprach: "Wenn ihr mich verliert, wird keiner unter euch
sein, der mich so beschreibt, wie diese Beschreibung!"
Und einige der Anwesenden sagten ihm: "Der Wert des Freundes ist wie
der
seines Freundes."